Die Emporkömmlinge von Paris: Hintergründe und Inspiration
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Die glitzernden Lichter von Paris, die Stadt der Liebe, Mode und Macarons – All das verbindet man mit Frankreichs eleganter Hauptstadt. Das in dieser Kulisse ein rätselhafter Mord stattfinden könnte, reizte mich als Krimidinnerautorin.
Paris ist eine meiner Lieblingsstädte. Geprägt durch eine reiche Geschichte, wunderschöne Gebäude und das gewisse „Je-ne-sai-quoi“. Ich dachte mir eine Geschichte aus, die in der High Society von Paris stattfand. Ich wollte das ganze Programm: Geld, Neid, Erbe, Ehrgeiz und Eifersucht. Deshalb suchte ich nach Epochen in der Geschichte, die durch Wirtschaftsaufschwung und kulturellen Neuerungen glänzten. Drei Ären kamen mir dabei in den Sinn.
Die Belle Époque
Als Belle Époque bezeichnet man die historische Periode zwischen 1870 und 1914 in Frankreich. Das Krimidinner „Die Emporkömmlinge von Paris“ spielt am Anfang dieser Zeit, im Jahr 1875.
Geprägt war die Zeit durch Wirtschaftswachstum, dem Aufstiegs der Großbürgertums und der Gründung großer Familiendynastien. Der Jugendstil oder Art Nouveau prägte die Kunst. In Paris entstanden viele neue Prachtbauten und kulturelle Treffpunkte wie die Opéra Garnier.
In dieses glamouröse und schnelllebige Zeitalter die Geschichten der Unternehmerfamilien Paysanne und Riche zu setzen machte also nur Sinn.
Die Goldenen 20er
Nicht nur mir wird es so gehen, dass die wilden und glitzernden 20er Jahre eine Faszination ausüben. Nach dem ersten Weltkrieg erholt sich die Wirtschaft langsam, aber stetig und schafft Möglichkeiten für neue Geschäfte und einen Kulturboom. Das Krimidinner habe ich im Jahr 1926 angesetzt, mitten in dieser glänzenden Zeit.
Josephine Baker tanzt zu Jazz in den Pariser Etablissements, die Künstlerszene der französischen Hauptstadt explodiert und die Wirtschaft wird dynamischer. Ein bedeutender Teil dieses Jahrzehntes ist auch der Kampf um Frauenrechte. Brigitte Ècrivez, eine der Charaktere aus „Die Emporkömmlinge von Paris“ setzt sich aktiv für das Wahlrecht der Frauen ein, welches erst 1944 erreicht wurde.
Vor dieser Kulisse kann man sich eine Geschichte von Glamour, Reichtum, Rebellion und starken Frauen gut vorstellen.
2022
Ungern erinnern wir uns an die Zeiten der Pandemie und des Lockdowns zurück. Während 2020 und 2021 die Gemeinschaft, Wirtschaft und Kultur stark zurückgefahren wurden, begann 2022 das Leben langsam Fahrt aufzunehmen.
Der Durst nach Erlebnissen, nach Feiern und Kunst war so groß wie nie. Aber auch die Wirtschaft nahm wieder an Fahrt auf. Und mehr den je waren Social Media und die neusten Internettrends ausschlaggebend für den Erfolg neuer Unternehmungen.
In dieses Gefühl der Hoffnung und Rastlosigkeit wollte ich die Geschichte über den Mord an Gustave Paysanne setzen.